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Mit Kindern in Kontakt bleiben!

Seit dem 16. März herrscht das Betretungsverbot für Kindertagesstätten. Ausgenommen sind die Kinder von Funktionsträger*innen. Für die werden in unseren Kitas Notdienste angeboten. Um mit den Kindern in Kontakt zu bleiben, haben sich unsere Fachkräfte Möglichkeiten überlegt.

Dass die meisten Kinder über mehrere Wochen nicht mehr in die Kita dürfen, ist eine große Herausforderung für sie. Kontakte zu ihren Freundinnen und Freunden, das Geschehen in den Kita-Gruppen, die vielfältigen Angebote in den Funktionsräumen, besonderes Spiel- und Beschäftigungsmaterial, Ausflüge und Feiern – all das steht den Kindern durch die „Corona-Krise“ nicht zur Verfügung. Die pädagogischen Fachkräfte in unseren Kindertagesstätten haben sich Gedanken über die erlebten Verluste der Kinder gemacht und halten in vielfältiger und schöner Weise Kontakt zu ihnen.

Das „Kinderhaus Mittendrin“ aus dem Martinsviertel hat ein „Kinderhausradio“ gegründet, aus dem es die Kinder wöchentlich mit einem neuen Beitrag versorgt. Darüber hinaus gibt es Videos mit Grüßen und Berichten der Erzieherinnen und Erzieher, mit Vorlesegeschichten, Bastelanleitungen, Zaubertricks, Dokus und vielem mehr. All das ist versammelt auf einer eigens erstellten Website.

Auch das „Kinderhaus Bessungen“ wartet mit Sound- und Audiofiles auf. Die Kinder erhalten täglich „Post für Dich“ mit einem nachgestellten „Morgenkreis“ sowie Bastelangeboten, Geschichten, Kochrezepten und vielem mehr. Die Resonanz auf die Post ist enorm: Die Kinder schicken gebastelte Sachen, Briefe und Fotos an die Kita. Auch die Pfarrerin beteiligt sich mit einer „Spezialpost für Dich“, die einen kleinen Gottesdienst für Kinder enthält.

Das Team der Kita und des Hortes der Michaelsgemeinde verschickt E-Mails an die Kinder und Eltern mit Bildern, Grüßen und Tipps für die Beschäftigung zu Hause. Am Fenster des Horts hängt ein großes Transparent mit der Aufschrift „Liebe Kinder, alles wird gut“.

Aus der Thomasgemeinde gibt es E-Mails mit Bastelideen, Mitmachgeschichten, einer Anleitung zum Schuhebindenüben und vieles mehr. Ähnlich hält es die Kita der Paulusgemeinde. Das Team der Kita der Friedensgemeinde hat dazu sogar einen ganz neuen Newsletter erstellt.

Das „Kinderhaus Schatzkiste“ liegt an einem schönen Spazierweg zwischen Rosenhöhe/Oberfeld und Vivarium und hat an einem Baum auf dem Außengelände die Worte „Wir bleiben verbunden“ in großen Lettern aufgehängt. Täglich kommen Eltern und Kinder vorbei und können an einer Litfaßsäule Grüße mitnehmen und hinterlassen.

Die Petrusgemeinde in Bessungen hat außer dem E-Mail-Newsletter einen Brief an alle Kinder per Post geschickt. Daraus hat sich ein reger Austausch entwickelt: Beinahe täglich trudeln Briefe der Kinder, selbstgemalte Bilder und Fotos ein. Und wenn die Kinder gerne einmal die Stimme ihrer Erzieherin hören möchten, können sie sogar mit ihr telefonieren.

Damit die Kinder ihre Freundinnen und Freunde sehen können, hat das Team der Kita der Matthäusgemeinde die aktuellen Gruppenbilder eingescannt und an alle Kinder per E-Mail geschickt. In Zusammenarbeit mit der Pfarrerin wurde ein Osterbrief mit der Geschichte der „kleinen Raupe Melly“ erstellt.

Bei all den guten Nachrichten und schönen Ideen, Kontakt zu halten, ist uns bewusst, dass es Kinder in Haushalten gibt, die über keine PCs, Tablets oder Smartphones verfügen. Häufig scheitern die gut gemeinten Versuche der Kontaktaufnahme auch an der so genannten „Sprachbarriere“. Unsere Fachkräfte sind sich der Herausforderung bewusst und entwickeln kreative Ideen, um alle Kinder zu erreichen.

Die „Arche Noah“ in Kranichstein hat zum Beispiel eine Aktion per Brief gestartet, in dem sie die Familien einladen, bei einem Spaziergang an der Kita vorbei zu kommen und – aus dem gebotenen Abstand – zu erzählen, wie es ihnen momentan geht, was sie zu Hause tun und welche Unterstützung sie gegebenenfalls brauchen.

Das Team der „Arche Noah“ beteiligt sich wie viele andere an der Aktion Regenbogen, bei der die Kinder einen Regenbogen malen und diesen als Zeichen zur Eindämmung des Corona-Virus an Fenster und Türen hängen. Daraus ergeben sich zahlreiche Zeichen der Verbundenheit zwischen den Kindern, Eltern und den pädagogischen Fachkräften.  

In fast allen Kitas haben die Teams zudem Osterüberraschungen für die Kinder parat. Mehr wird, da es Überraschungen sind, nicht verraten!

Wir wünschen allen Kindern und ihren Familien, allen pädagogischen Fach- und Zusatzkräften in den Kindertagesstätten sowie all unseren Kooperationspartner*innen gesegnete Ostern. Bleiben Sie gesund!


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